Wiener Hundeführschein - Frage 11 bis 15
Frage 11. Wenn ein Hund die Zähne fletscht und knurrt, dann ist das
Frage 12: Das alte Sprichwort „Hunde, die bellen, beißen nicht“
Frage 13: Wenn sich ein Mensch von vorne über einen Hund beugt, so bedeutet das für einen Hund
Frage 14: Welche der folgenden Verhaltensweisen können Anzeichen von Stress beim Hund sein?
Frage 15: Ihr Hund bellt immer wild, wenn jemand an der Tür klingelt. Obwohl Sie ihm laut und
deutlich sagen, dass er still sein soll, wird es immer schlimmer. Wieso?
Quelle: wien.gv.at

Frage 11: Wenn ein Hund die Zähne fletscht und knurrt, dann ist das
a) eine Drohgebärde.
b) ein Beschwichtigungssignal.
c) eine dominante Verhaltensweise.
Das Zähne fletschen ist eine eindeutige Drohgebärde, die in diesem Fall durch dasKnurren auch eindeutig als solche zu indentifizieren ist. Manchmal kommt es auch vor, das hunde "grinsen", dieses verhalten kann aber vom Drohen eindeutig unterschieden werden. Weitere Infos dazu "Lachende Hunde - Wunschgedanke oder Wahrheit?"
Die richtige Antwort ist also
b) ein Beschwichtigungssignal.
Frage 12: Das alte Sprichwort „Hunde, die bellen, beißen nicht“
a) stimmt, weil Bellen Freude ausdrückt und ein Hund, der sich freut, keinen Grund zum Beißen hat.
b) stimmt nicht, weil Bellen Angst ausdrückt und ein Hund, der Angst hat, immer auch beißt.
c) stimmt nicht, weil Bellen Aufregung ausdrückt, und Aufregung zum Beißen führen kann.
Hunde bellen aus verschiedensten Gründen, zur Kommunikation, aus Freude, beim Spielen, oder auch aus Streß. Wie auch bei allen anderen Verhaltenweisen muss das Bellen im Zusammenhang mit anderen Signalen und der derzeitigen Situation gesehn werden. Bellen muss nicht eine Warnung oder als Vorzeichen eines Angriffes gesehen werden, kann es aber. Wenn sie den Hund also nicht gut kennen ist auch beim Bellen immer zur Vorsicht zu raten.
Die richtige Antwort ist also:
c) stimmt nicht, weil Bellen Aufregung ausdrückt, und Aufregung zum Beißen führen kann.
Frage 13: Wenn sich ein Mensch von vorne über einen Hund beugt, so bedeutet das für einen Hund
a) „Ich hab dich lieb.“
b) „Ich bedrohe dich.“
c) „Ich habe Angst.“
Durch das über den Hund beugen kann sich dieser bedroht fühlen. Hunde zeigen auch zB durch Kopf auf den Rücken des Anderen legen oder durch das auf die Schulter steigen Dominanz, wird also von ranghöheren Hunden "praktiziert".
Die richtige Antwort ist also:
b) „Ich bedrohe dich.“
14. Welche der folgenden Verhaltensweisen können Anzeichen von Stress beim Hund sein?
a) entspannt schlafen.
b) hecheln
c) Pfote geben.
Hecheln ist unter anderem eines von vielen Streßsymptomen beim Hund. Hecheln ist das Schwitzen der Hunde kann aber eben auch auf andere Probleme hinweisen. Sollte ihr Hund also auch in Situationen, in denen ihm nicht heiß ist, vermehrt hecheln, deutet dies meist auf eine Streßsituation oder aber auch auf evtl. Schmerzen oder eine Krankheit hin, sie sollten dies also genau beobachten und evtl. einen Tierarzt aufsuchen.
Die richtige Antwort ist also:
b) hecheln
Frage 15: Ihr Hund bellt immer wild, wenn jemand an der Tür klingelt. Obwohl Sie ihm laut und
deutlich sagen, dass er still sein soll, wird es immer schlimmer. Wieso?
a) Weil mein Hund stur ist und nicht auf mich hören will.
b) Weil ich meinen Hund (unabsichtlich) in seinem Verhalten bestärkt habe.
c) Weil ich ihn nicht laut genug zum Stillsein aufgefordert habe und er mich vor lauter Bellen nur schlecht gehört hat.
Wenn sie den Hund auffordern still zu sein, geben sie ihm dadurch Aufmerksamkeit und dadurch wird der Hund sich denken: Es klingelt, ich belle, ich bekomme Aufmerksamkeit. Um ihm das abzugewöhnen, sollten sie versuchen, ihn einfach zu irgnorieren und im Gegenteil, wenn er sich ruhig verhält eine Belohung zu geben. Sie können auch versuchen, jemanden klingeln zu lassen und dann einfach nicht zu reagieren, sollte der Hund bellen, auch ihm keine Aufmerksamkeit zu geben. Im nächsten Schritt dann selbst zur Türe zu gehen, den Hund aber wiederrum zu ignorieren, verhält er sich allerdings ruhig, bekommt er die Belohung bzw. Aufmerksamkeit.
Die richtige Antwort ist also:
b) Weil ich meinen Hund (unabsichtlich) in seinem Verhalten bestärkt habe.